ZUGANG beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen erkennen, verstehen und nutzen können, was ihnen zur Verfügung steht – und wie neue Wege entstehen können, wenn Zugang bisher fehlt.
Das können öffentliche Angebote sein, aber genauso gut Informationen, Netzwerke, Chancen, Wissen oder Unterstützung im Alltag. Viele Möglichkeiten bleiben ungenutzt, weil sie schwer auffindbar, schwer verständlich oder nicht sichtbar sind.
Ziel der Challenge ist es, digitale Lösungen zu entwickeln, die:
Dabei geht es sowohl darum, Bestehendes zugänglich zu machen als auch Zugang neu zu denken – z. B. durch:
Im Fokus stehen:
Nicht im Fokus:
Die Challenge ist bewusst offen gestaltet und lässt Raum für unterschiedliche Perspektiven und Themenfelder – von Bildung über Gesundheit bis hin zu Arbeit, Teilhabe oder ganz neuen Ansätzen.
Perspektiven von Menschen, die täglich erleben, wie Zugang entsteht, scheitert oder neu gedacht werden muss.
Die Impulse sind bewusst nur als Inspiration gedacht und müssen nicht bearbeitet werden. Sie zeigen, wie vielfältig das Thema Zugang ist.
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Ich studiere, bekomme BAföG und versuche eigentlich nur, mein Leben halbwegs auf die Reihe zu kriegen. Aber spätestens mit 25 wird’s wild: raus aus der Familienversicherung, neue Beiträge, keiner erklärt dir so richtig, was jetzt gilt. Gleichzeitig hängt alles zusammen – BAföG, Nebenjob, Einkommen. Du klickst dich durch zig Seiten, jede sagt was anderes, aber niemand sagt dir, was das konkret für dich heißt. Ich brauch keine perfekte Beratung, ich will einfach checken: Was betrifft mich gerade und was muss ich tun? Zugang scheitert nicht daran, dass es nichts gibt – sondern daran, dass man komplett lost ist.

Ich sitze im E-Rolli und eigentlich ist Barrierefreiheit nichts Neues mehr – denkt man. Ich frage vorher extra nach: „Ist das bei euch barrierefrei?“ Antwort: „Ja, klar.“ Und dann stehe ich da vor einer einzelnen Stufe, die für mich halt einfach das Ende ist. Kein Reinkommen, kein Plan B. Und das passiert nicht einmal, sondern ständig. Das Problem ist nicht nur die Stufe, sondern dass Infos oft einfach unzuverlässig sind oder Menschen gar nicht wissen, was „barrierefrei“ wirklich bedeutet. Für mich heißt das: Aufwand, Frust und immer wieder ausgeschlossen sein. Zugang scheitert oft nicht an bösem Willen, sondern an fehlendem Bewusstsein.

Ich hab einen Studienkredit aufgenommen, weil es schnell gehen musste. In der Situation denkst du nicht lange nach, du brauchst einfach eine Lösung. Es gab keine neutrale, unabhängige Beratung, nur komplizierte Infos und viel Fachsprache. Ich dachte, ich hab’s verstanden – hatte ich aber nicht. Erst später hab ich gemerkt, wie teuer das Ganze wirklich ist. Rückblickend hätte ich definitiv andere Entscheidungen getroffen. Man hätte mich einfach in klarer, verständlicher Sprache besser informieren können.

Als ich vor über 10 Jahren mein erstes Gewerbe angemeldet habe, saß ich plötzlich vor dem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und war komplett lost. Was wollen die von mir? Was bedeutet das alles? Begriffe, die ich noch nie gehört hatte, Entscheidungen, deren Konsequenzen ich nicht einschätzen konnte. Gleichzeitig der Gedanke: Ich hab noch keinen Euro verdient, aber soll jetzt hunderte Euro für einen Steuerberater ausgeben? Also klickst du dich irgendwie durch und hoffst, nichts falsch zu machen. Rückblickend hätte ich mir einfach gewünscht, dass mir jemand verständlich erklärt, was ich da eigentlich gerade tue.
Hilf den Teams, echte Probleme zu verstehen. Was nervt dich im Alltag? Wo blickst du nicht durch? Dein Input kann der Anfang für eine bessere Lösung sein.